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Mikrochip, Tätowierung

letzte änderung am 2. dezember 2003


Es gibt unterschiedliche Gründe, warum man seinen Hund kennzeichnen lassen sollte

  1. In Deutschland kommen jährlich 80.000 Hunde und Katzen abhanden. Ein Großteil von Ihnen findet den Weg nach Hause nie wieder. Allerdings besteht eine nicht geringe Chance sein Tier wiederzubekommen – oder zumindest über sein Schicksal informiert zu werden, wenn es gekennzeichnet und registriert ist.
     
  2. Um nachweisen zu können, dass es das eigene Tier ist. Fehlt eine eindeutige Kennzeichnung, die besagt, dass es sich tatsächlich um Ihr Tier handelt, kann ein Eigentumsnachweis schwer werden. Um diesem Fall vorbeugen, bzw. einen Diebstahl nachweisen zu können, sollte man den Hund eindeutig, unverwechselbar und fälschungssicher markieren.
    Auch Tiere, die an Ausstellungen, Turnieren oder ähnlichem teilnehmen, sollten eindeutig identifiziert werden können. Identitätsnachweise können gleichermaßen bei Tierversicherungen erforderlich werden.
     
  3. Im internationalen Reiseverkehr bei Grenzüberschreitungen mit Tieren gibt es bestimmte Anforderungen, die erfüllt werden müssen. Diese Anforderungen sind von Land zu Land unterschiedlich und beziehen sich meist auf die Impfung von Tieren. Hierzu muss jedoch die Identität des Tieres nachgewiesen werden, d. h., man muss sichergehen können, dass das im Impfpass bezeichnete tatsächlich das Tier ist, das sich gerade mit Ihnen am Grenzübergang befindet. Identitätsnachweise werden unterschiedlich gehandhabt: Für Norwegen und Schweden beispielsweise wird eine eindeutige Kennzeichnung gefordert - die durch elektronische Markierung gewährleistet ist!
     
  4. Zur Sicherung der züchterischen Glaubwürdigkeit für Abstammungsnachweise von Zucht- und Rassetieren müssen präzise Kennzeichnungen vorliegen.




Wie kennzeichnet man Hund oder Katze?

Es gibt verschiedene Methoden. Die gebräuchlichsten sind:
  • Tätowierung
  • Halsband mit Marke
  • elektronische Kennzeichnung (die wohl sicherste Methode, da sie nicht verloren oder entfernt werden kann)


Was ist unter “elektronischer Kennzeichnung” zu verstehen?

Unter elektronischer Kennzeichnung versteht man die  Markierung mit einem Mikrochip (Transponder). Auf diesem Mikrochip befindet sich eine 15stellige Nummer, die einmalig auf der Welt vergeben wird. Kein anderes Tier wird mit dieser Nummer gekennzeichnet. Dies schützt vor Fälschungen. Zu Beginn der 15stelligen Nummer befindet sich der Code für Deutschland: 276. Dieser gewährleistet, dass das Tier auch im Ausland als aus Deutschland kommend erkannt wird und die Suche gezielt hier beginnen kann. Andere Staaten haben andere Ländercodes: z. B. 724 für Spanien, 250 für Frankreich. Die Codes sind international einheitlich.
Ablesbar ist der Mikrochip ausschließlich mit speziellen Lesegeräten. Diese Geräte geben während des Lesens Radiowellen im ungefährlichen Niederfrequenzbereich ab, um die Nummer ablesen zu können und sind in vielen Tierarztpraxen, Tierheimen und an Grenzstellen vorhanden.
Der Reiskorn-große Transponder wird mittels schmerzloser Injektion unter die Haut der linken Halsseite gesetzt und verwächst dort schnell mit dem umliegenden Gewebe. Er belastet oder stört das Tier überhaupt nicht. Der Vorteil dieser Methode ist, dass der Hund nicht in Narkose gelegt werden muss. Der Chip hält im Normalfall ein Leben lang. In Einzelfällen kann er allerdings „wandern“, so dass man mit dem Lesegerät etwas suchen muss.




Wo wird die Transponder-Nummer registriert?

Zum Transponder werden 6 Aufkleber mitgeliefert, auf welchen ebenfalls der Strichcode mit der 15-stelligen Nummer steht.
  • Ein Aufkleber sollte an eine Registrierstelle - TASSO, global anid oder Haustierregister -, geschickt werden, wo die Nummer zusammen mit dem Namen und der Adresse des Besitzers gespeichert wird. Meistens übernimmt der Tierarzt die Registriertung, allerdings sollte man sich unbedingt vergewissern, da ohne Registrierung Chip oder Tätowierung vollkommen nutzlos sind. Von der Registrierungsstelle bekommt man dann meistens eine Bestätigung in Form einer Chipkarte oder eine Marke zugesandt. Von diesem Moment an kann im Falle des Verlustes jederzeit und an jedem Ort der Welt über die registrierten Daten der Besitzer ermittelt und über den Verbleib des Tieres informiert werden.
     
  • Ein Aufkleber sollte in den Impfpass des Tieres geklebt werden
     
  • Einen behält im Normalfall die Tierarztpraxis für Ihre Karteikarte.
     
  • Die restlichen drei Aufkleber sind individuell verwendbar, z.B. zur Eintragung in das Zuchtbuch oder einfach als Reserve für Verluste.

 

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