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Stress

letzte änderung am 13. dezember 2003


Was? Hunde haben Stress? Nie gehört - ich glaub, jetzt spinnt die endgültig!
Hunde haben doch keinen Stress!
Man kann doch fast alle Probleme, die man mit seinem Hund hat, so wunderbar mit „Dominanz“, bzw. „Dominanzproblemen“ erklären.

Der Hund zieht an der Leine - weil er dominant ist!
Er geht aufs Sofa - weil er dominant ist!
Er bellt und knurrt grundsätzlich nur - weil er dominant ist!
Mein Freddie jagt, also ist er dominant - weil nur der Alpha das Recht hat, das Signal zum jagen zu geben...!
Man muss dem Hund andauernd seinen Knochen / sein Spielzeug wegnehmen, damit er lernt, dass der Mensch der Rudelführer ist! Meist lernen Hunde gerade durch diese „Übung“ nur perfekt, ihr „Eigentum“ zu verteidigen, da es ihnen sonst weggenommen wird.
Und so weiter, und so weiter, und so weiter. Die Liste könnte endlos fortgesetzt werden.

Generationen von Hundebesitzern wurde eingebläut, dass Hunde stets und ständig damit beschäftigt sind, die Rangordnung hochzuklettern und die Alpha-Position anstreben (setz dich durch - das darfst du nicht dulden - drück ihn runter - zeig ihm wo der Hammer hängt ...!) und Generationen von Hunden hatten darunter zu leiden. Erst langsam setzt sich ein neuer Umgang miteinander durch, der allerdings vom Hundehalter den Einsatz des Gehirns erfordert, weil man eben nicht mehr alles so wunderbar mit der guten alten Dominanz erklären und mit Starkzwangmitteln, Schnauzengriff und Alphawurf an bestehende Probleme herangehen kann.

Die meisten „dominanten Hunde“ sind einfach nur frech oder im anderen Extrem ängstlich und unsicher. Viele stehen unter enormem (Erfolgs-)druck durch die Erwartungshaltung ihrer Besitzer, die sie einfach nicht erfüllen können und sind deshalb gestresst ohne Ende. Oder, und das wird oft nicht, oder viel zu spät erkannt, sie sind schlicht und ergreifend krank und haben Schmerzen (wenn ICH Schmerzen habe, bin ich jedenfalls ziemlich unleidlich ...).

DER „dominanter Hund“, im Volksmund auch gerne „Alphahund“ (eigentlich noch bevorzugter „Alpharüde“) genannt, existiert nicht. Hunde tun einfach das, was ihnen im Moment das meiste einbringt. Rein pragmatisch gesehen, liege ich auch lieber im weichen warmen Bett, als auf dem kalten Küchenboden. Außerdem riecht das Bett so schön nach Frauchen / Herrchen...

Man muss Hunde nicht ständig „in ihre Schranken weisen“, ihnen ständig beweisen, dass man der Rudelführer ist. Was Hunde brauchen sind Regeln, an denen sie sich zuverlässig orientieren können und ein ruhiger, überlegener „Rudelführer“, dem sie vertrauen können und der die (eigentlich nicht erstrebenswerte) Aufgabe übernimmt, dem „Untergebenen“ Sicherheit und Nahrung zu beschaffen und der ihn bei Gefahr beschützt. Wenn all das vom Besitzer nicht erfüllt werden kann, so sieht sich der Hund oft gezwungen „sich selbst zu helfen“ – und, im schlimmsten Fall, sogar sich selbst zu verteidigen! Verhaltensprobleme sind – wenn man logisch darüber nachdenkt – dann eigentlich vorprogrammiert. Und, denken wir doch auch gleich mal darüber nach: warum sollte unser Hund den „Scheißjob“ des Alpha-Rudelführer-Boss überhaupt haben wollen?

Hinzu kommt, dass Hund und Mensch Angehörige zweier verschiedener Spezies sind, der Hund kein Wolf mehr ist und bei den frei lebenden Wölfen sogar zwischen den Geschlechtern keine gemeinsame Rangordnung existiert.

Warum also sollte sich der Hund als Mitglied des „Rudels“ seiner Menschenfamilie betrachten? Daraus folgt dann wiederum, dass die so genannten Dominanzregeln und -gesten vom Menschen angewendet für den Hund keinerlei Bedeutung haben können, ihn eigentlich nur verwirren und das Vertrauen in seinen Besitzer erschüttern, weil der für sie unberechenbar wird.

Die „Dominanz“ dient nur uns Menschen, da wir dadurch lernen, uns an gewissen festen Regeln zu orientieren – dem Hund bringt sie gar nichts. Manche der „Dominanzregeln“ sind nützlich, um Gefahren vermeiden zu können (z. B. dass der Hund immer hinter dem Besitzer durch Türen oder enge Durchgänge geht, erst auf ein bestimmtes Kommando aus dem Auto herausspringt, oder an jedem Bordstein warten muss – er wird dadurch vielleicht nicht überfahren), andere sind nützlich, da sie einfach dazu dienen, dem Hund zu begreiflich zu machen, dass er nicht alles machen kann / darf (Sofa, Bett). Wieder andere sind schlicht und ergreifend schwachsinnig und gefährlich (dem Hund ständig irgendwas wegzunehmen, sich einbilden, der Hund sei im „Rudel der Letzte, noch hinter den Kindern)!

Es ist natürlich bequem, die Schuld für schlechtes Benehmen beim Hund zu suchen statt bei sich selber. Dabei gibt es keine „wesensfesten“, „charakterschwachen“ „Führer-weichen“ oder Alpha-Hunde. Es gibt nur Hunde mit einem unendlichen Spektrum an verschiedenen Charakteren, die diesem ihrem Charakter entsprechend auf Lebensbedingungen und bestimmte Situationen reagieren – genau wie wir Menschen das tun...

Hunde können – genau wie Menschen - unter Stress geraten und sie reagieren nahezu genauso wie wir mit Angst und Aggression (beim Menschen nennt man es Ärger oder Wut) oder, im schlimmsten Fall, entwickeln sie Allergien, Krankheiten oder psychische Störungen.

Aber man muss die Zusammenhänge zwischen Stress und Verhaltensproblemen überhaupt erst einmal erkennen.


Stress löst aus / wird ausgelöst von

Angst und Sorge
Aggression, Ärger und Wut
Aufregung, Eile, Zeitmangel
 

Angst und Sorge

  • Krankheit, Schmerzen;
  • das Gefühl des Verlusts von Menschen, Dingen oder Kontrolle über die
    Situation;
  • Umwelteinflüsse (laute Geräusche, dichtes Menschengewühl);
  • (Zukunftsängste);
  • Abhängigkeit;
  • Druck von außen, hohe (zu hohe) Ansprüche;
  • Vertrauensverlust;
  • Demotivation durch ständige Bestrafung, negative Erfahrungen;
  • mangelndes Selbstvertrauen, Verlust der Selbstsicherheit / des Selbstvertrauens (muss man aufbauen);
  • Verlust der Sicherheit (den Hund sich sicher fühlen lassen);
  • individuelle Ängste, Angst vor der Angst, erlernte Angst;
  • oft auch unterschätzt: Stress des Menschen geht auf den Hund über oder von einem Hund auf den anderen.

Aggression, Ärger und Wut

  • eigentlich alles, was unter Angst und Sorge schon aufgeführt wurde, kann beim Hund auch zu Aggression führen
  • Nicht verstanden werden;
  • Frustration;
  • Machtlosigkeit, Gefühl der Ohnmacht, Ausweglosigkeit, Hilflosigkeit, keine Wahl haben, keine Kontrolle;
  • Überforderung, Druck, gezwungen sein etwas zu tun;
  • „erlernte Hilflosigkeit“;
  • Sicherheitsverlust, Bedrohung (Herumalbern um die Situation zu entschärfen wenn man nicht entkommen kann ist ein oft verkanntes Stresssymptom).

Aufregung, Zeitmangel, Eile

  • Freude, positive freudige Erregung (auch ein nicht zu unterschätzender Stressfaktor);
  • ungewöhnliche Ereignisse / Dinge (Weihnachten);
  • Zeitdruck, Unfähigkeit zu Entspannen, innere Unruhe, Rastlosigkeit, lange Zeit der Anspannung, so lange / so viel arbeiten, dass man vergisst zu entspannen;
  • unvorhergesehene Ereignisse.


Wie wirkt Stress – physiologische Grundlagen

Ein gewisser Stress ist nötig um überhaupt existieren zu können. Wie damit umgegangen wird ist von Individuum zu Individuum verschieden. Es ist ungeheuer wichtig zu verstehen, dass jeder Hund / Mensch einen individuellen „normalen Stresspegel“ hat und ebenso individuell mit Stress umgeht. Manche Hunde bleiben in einer Situation ganz gelassen, andere geraten in Panik – genau wie Menschen.

Emotionen, Lebensstil, körperliche und geistige Be- und Überlastung und Ernährung haben Auswirkungen auf den ganzen Körper (unter anderem auf Herz-Kreislauf, Immunsystem usw.), jede Körperzelle wird beeinflusst.

Hunde haben Stress und Erwartungshaltungen - wie der Mensch (Leine-in-die-Hand-nehmen zum Spaziergang oder das Anziehen der Schuhe, ausmachen des Fernsehers vor einem Spaziergang, lösen eine erlernte, meist freudige Erwartung aus – die Folge ist positiver Stress).

Bedrohliche Situationen in die man gerät, lösen ebenfalls Stress aus.
Beispiel: Hund / Mensch läuft über eine Wiese, sieht plötzlich in unmittelbarer Nähe einen Stier vor sich. Folgende Reaktionen laufen ab:
Bewusst werden der Situation -> Schreck / Schock -> Herzklopfen, Atmung beschleunigt, Blutdruck steigt, das Gehirn merkt, dass der Körper Energie braucht für Kampf oder Flucht und stellt diese zur Verfügung (Glucose und einfache Proteine und Fettsäuren, die Energie liefern). Es werden dabei oftmals „übermenschliche Kräfte“ freigesetzt (z. B. jemand rennt so schnell wie nie zuvor weg, oder jemand rettet einen Menschen indem er mit bloßen Händen alleine ein Auto hochhebt).

Wenn allerdings bestimmte Systeme sehr viel Energie verbrauchen, dann müssen andere in dieser Zeit gedrosselt werden. So wird z. B. die Verdauung verzögert bis gestoppt, bei Kindern das Wachstum gehemmt, das Immunsystem wird heruntergefahren, das Schmerzempfinden wird abgeschwächt oder, in Extremfällen, sogar total komplett ausgeschaltet (Menschen verlieren Arm oder Bein und merken es im ersten Moment gar nicht), die Denkfähigkeit ist eingeschränkt (Hundeplatz: unter Stress oder Angst kann man nicht oder nur sehr schlecht lernen, deshalb ist es so wichtig, positiv und motivierend zu arbeiten, statt aversiv und mit Zwang). Was zählt ist einzig und allein, einen Ausweg / Rettung zu finden. Das Langzeitgedächtnis wird nahezu völlig weggeschaltet (es ist nicht mehr wichtig zu wissen, wann Vater oder Mutter geboren sind), das Kurzzeitgedächtnis wird hochgefahren (wie komme ich hier raus?!), sämtliche Sinneswahrnehmungen sind geschärft, Berührungen und Geräusche werden verstärkt wahrgenommen und erschrecken oft noch zusätzlich.

Der Hormonstatus ist verändert:
Das Gehirn wird überflutet mit Adrenalin, Noradrenalin, Cortisol (Cortisol ist das wichtigste Stresshormon; interessant in diesem Zusammenhang: Tierheimhunde brauchen oft bis zu 2 Jahren, um Langzeitstress abzubauen – die Folge: sie leiden im ersten Jahr beim neuen Besitzer und auch noch später teilweise unter massiven Magen-, Darmproblemen, Allergien und sind vermehrt infektionsanfällig. Gerade bei Allergien ist es aber nötig erst einmal einen eventuellen Zusammenhang mit (Langzeit-)Stress abzuklären, bevor mit Cortison oder anderen Arzneimitteln behandelt wird. Besonders Cortison, welches sehr häufig bei Allergien verordnet wird wirkt natürlich kontraproduktiv dann, wenn die Allergie durch Stress – bevorzugt durch Dauerstress - hervorgerufen wurde, da der ohnehin erhöhte Cortisolspiegel im Blut durch die Cortisongabe weiter erhöht wird), Testosteron, Thyroid (erhöht Sauerstoffaufnahme und –verbrauch, beschleunigt den Stoffwechsel, Nährstoffe werden besser genutzt) und Endorphinen (die Wahrnehmung von Schmerz ist gemindert). Herzschlag und Atemfrequenz sind beschleunigt, der Blutdruck erhöht, die Muskelspannung steigt sich bis hin zur Verspannung (beim Hund im Hüft- und Hinterleibsbereich; beim Menschen im Nackenbereich), Nerven werden aktiviert, der Blutzuckerspiegel ist erhöht, der Körper ist jetzt auf höchster Alarmstufe und macht sich kampf- oder fluchtbereit.

Durch die vermehrte Hormonausschüttung und Bereitstellung von Energie wird der Körper auf eine zu erwartende große Anstrengung vorbereitet. Hunde (und Menschen) bekommen aber oft gar nicht die Möglichkeit dazu zu reagieren und einfach wegzurennen – schon gar nicht, wenn sie an der straff gespannten Leine ganz kurz gehalten werden. Der Körper kann die Energie nicht, wie es normal wäre, in einer kurzen heftigen Reaktion verbrauchen (Flucht oder Kampf), was wiederum zu Stress führt.
Das ist auch der Grund dafür, dass Hunde (und auch Menschen) nach Extremsituationen unberechenbar und aggressiv reagieren können...
Wenn der Stresspegel so hoch ist, ist es für kein Lebewesen mehr möglich rational zu denken. Sprich der Hund hat überhaupt keine Möglichkeit auf Befehle oder sonstiges Geblubber am Ende der Leine zu reagieren. Es ist keinerlei positiver Lernerfolg zu verzeichnen.

Hinzu kommt, dass die Überflutung des Gehirns mit Hormonen physiologisch süchtig machen kann. Der Hund empfindet es als angenehm (Endorphine sind als „Glückshormone“ bekannt und vermindern gleichzeitig das Schmerzempfinden = Schokolade!) und deshalb selbstbelohnend. Er wird also bei nächster Gelegenheit wieder entsprechend reagieren. Deshalb sind so genannte „Sozialübungen“ in der Hundeschule (z. B. Hund wird irgendwo angebunden, Besitzer geht weg, eine für den Hund fremde Person geht drohend auf ihn zu) sehr gefährlich, da der Hund hierbei erst lernt, aggressiv oder ängstlich zu reagieren und dieses Verhalten dann in sein normales soziales Umfeld mit hinüber nimmt. Im Gegenteil, man sollte auch im normalen Tagesablauf tunlichst vermeiden, Hunde in solche Situationen zu bringen damit kein Gewöhnungseffekt eintritt. Der alte Spruch: „Der Mensch ist ein Gewohnheitstier“ trifft auch auf den Hund zu.


Warum ist Langzeitstress so gefährlich?

Bei der in der Grafik dargestellten Stresskurve findet effektiv kein Stressabbau mehr statt, der Hund befindet sich über einen längeren Zeitraum auf bedenklich hohem Stressniveau.
Siehe dazu auch den „Terminplan eines Hundes“.

  

Mit einmaligen Stressoren - ab und zu - kann der Körper relativ gut umgehen. Vom Beginn des Stressereignisses an dauert es ca. 15 min. bis der Höhepunkt erreicht wird (Stressgipfel). Die „Alarmstufe“ des Körpers wird dann für eine gewisse Zeit aufrechterhalten. Wenn der Körper danach Ruhe bekommt, werden die Stresshormone in einem Zeitraum von ca. 3 – 7 Tagen (je nach Intensität des Ereignisses und der persönlichen Konstitution des Hundes / Menschen) vollständig abgebaut und der Stress klingt langsam ab.

Wie hat der Freddie nach dem Aggressions-Seminar im Februar so schön in sein Tagebuch geschrieben:

jetz mal als beischbiel:
ICH, nä?!, ich jaach jetz en haas, kriechen aber natürlich net. da binnich dann soooo gstresst davon hinterher, dass ich e viertl oder e halbe stund später, nachdem ich mich ja dabei so aufreech hab müss, tooootal fertich bin mit die nervn. des musst du dir emal vorstell. e ganze viertl stund lang wird des immer mehr in meim hirn, des Cortisolzeuch (oder wie des heisst). des läuft mir durch den ganzn körper und will naus - unds kann net naus. und mei herz des klopft ganz laut und ich muss schnauf, wie e alte kuh ... und ich werd dann immer böser und böser, weil des Cortisolzeuch ebn net naus kann …
… und dann beissichdich!
ICH kann da ja nix dafür - des bin net ich, des is des zeuch gewesn.

der eine von denne leut vorne, der mann, hat uns dazu e schöne gschicht erzählt, dasses bei die menschn auch net anders is:
mer soll sich vorstell, mer muss zum fluuchzeuch und is spät dran und auf der autobahn is stau und es geht und geht net vorwärts. mer guckt scho dauernd auf die uhr unds wird langsam knapp mit der zeit (des hat der aber net so schnell erzählt, wie ich jetz, gell? des hat laaaang gedauert, bis der mit dere gschicht fertich war). eeeendlich setzn sich die autos vor eim in beweechung. mer leechtn gang nei und fährt los, muss aber nochemal brems ...
und dann fährt eim der hinter eim hintn drauf!
oje, es fluuchzeuch! aber mer muss naus und guck, was bassiert is. jetz hattmer selber en mercedes und der andere hat bloss en twingo (zum beispiel). am eichene auto is nix kaputt, aber der twingo – DER  sieht aus! naja denkt mer, da kommich ja doch noch rechtzeitich, denn der andere is ja selber schuld, dass sei auto kaputt is. aber der andere schreit rum und tobt und will eim die schuld geb, weilmer ja gebremst hat. und die zeit wird knapp und knäpper und des fluuchzeuch wart bestimmt net. mer will einfach fort, aber da hält der eim am mantl fest und schreit noch lauter rum ...
... und auf einmal drehtmer sich um und  HAUT dem andern eine nei, dasser umfällt! und dann springtmer in sei auto nei und rast zum fluuchzeuch und schafft des grad noch - und wennmer drinsitzt in dem fluuchzeuch, dann schämtmer sich, weilmer den arme mann ghaut hat, obwohl der doch gar nix dazu gekönnt hat, dass mer fast sei fluuchzeuch verbasst hat und weil dem sei auto jetz kaputt is - denn der war ja auch nur aufgereecht und hat vielleicht zu seiner krankn omma ins kranknhaus gemüsst ...

des nennt mer stress und da wird mer dann aggressief, weche dem Cortisolzeuch halt - weil des ein sogenanntes „stresshormon” is. und des dauert 2 bis 6 ganze daach, bis des aus deim körper draußn is und solang sollste dich schoon und dich net anstreng und dich net aufreech – damitte kein beisst.
 

Dauerstress, bei dem Stressgipfelchen auf Stressgipfelchen (siehe Zeichnung oben) folgt, ist hingegen sehr schädlich, da der Körper permanent überfordert wird – er macht quasi ständig Überstunden, kommt überhaupt nicht mehr zur Ruhe. Lebenswichtige Energie wird von den übrigen Systemen abgezogen. Verdauung, Wachstum, Immunsystem werden runtergefahren, der Hormonstatus ist erhöht, die Widerstandskraft sinkt. Es kann keine Energie mehr gespeichert werden. Die Endorphinlager (Schmerzempfinden) werden vollständig geleert und können nicht mehr aufgefüllt werden (so wirkt bei lang andauernden Zahnschmerzen z. B. die Spritze des Zahnarztes nur noch schlecht, bis gar nicht mehr). Es kann zu Diabetes, Herz- Kreislauferkrankungen, Magen- und Darmproblemen (bis hin zum Krebs), Kleinwuchs bei Kindern kommen. Bei Erwachsenen wird die Zellregeneration und –erneuerung gehemmt, es kommt zu Störungen der Geschlechtsorgane mit Unfruchtbarkeit, Zeugungsunfähigkeit, Potenzproblemen. Durch das gebremste Immunsystem wird der Körper anfällig für Infektionen und Allergien. Es kommt zu Aids-ähnlichen Symptomen. Gedächtnisverlust durch Energiemangel, weil Zellen im Gehirn nicht erneuert werden, kann auftreten. Die erhöhte Hormonproduktion bringt den Hormonhaushalt total durcheinander und es kommt zu Resorptionsstörungen (M. Addison wird z. B. durch Mangelerscheinungen und den verzögerten Abbau von Hormonen oder durch einen zu hohen Hormonspiegel verursacht).

Wiederholter und / oder lang andauernder Stress muss zwar nicht unbedingt krank machen, erhöht aber das Risiko und kann Krankheiten, für die eine Prädisposition besteht , fördern. Schon bestehende Krankheiten können durch Stress verschlimmert werden.

Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass freudige Erregung denselben Effekt auf die Hormonausschüttung hat wie Stress.


Und wieder der Tagebuchauszug:

ganz ganz schlimm isses auch, wennde jedn daach von dem Cortisol kriechst. da kommt dann immer widder e neus stressgipfele auf die altn drauf und du kriechst des Cortisol garnimmer los. des nist sich dann bei dir ein und jedn daach kommt neus dazu. des is bei mir so gewesn und bei die andern, die im obdachlosnasyl gsessn warn. da haste scho kei herrle oder fraule mehr, und kei zuhause und sitzt hinter gitter, kommst net naus und rechts und links nebn dir kläffts und jaults und jammerts. und dann kommn jedn daach neue leut und glotzn in dein käfich nei und holn dich raus und nehmn dich mit. und du freust dich, dassde endlich ausm gfängnis naus kommst, aber du must widder nei ...

des dauert dann bis zu 1 1/2 jahr, bissde den langzeitstress los bist, hat der mann gsacht! und manche hünd kriechn des garnimmer gereechlt. die hamm sich da in dem obdachlosnasyl soo neigsteichert, dasse „verhaltensgestört“ sinn, wiemer des nennt. JAAA! ehrlich! und dann mussmer ganz viel geduld mit denne hab.

wemmer angst hat, dann hatmer auch stress. jedn daach mussmer den briefträächer angauz, weil der einfach so neigeht ins haus. oder den nachbarshund, der ein schomal gepackt hat und des wird immer schlimmer und irchendwann flipptmer dann aus und is e „böser hund, dem keiner was getan hat“...
und dann wirste vielleicht eingschläfert, wennde ganz viel pech hast ... :((


Terminplan eines Hundes - wie er vorkommen könnte

Montag
Vielleicht noch ruhig bis Mittag, Wochenende war ja stressig genug. Mittags kommen die Kinder aus der Schule, freuen sich wollen mit dem Hund spielen, gehen mit ihm spazieren, besuchen Freunde, Lärm, Unruhe.

Dienstag
Kinder müssen in die Schule, Einkaufen, Besuche bei Bekannten, Vorführen was der Hunde schon alles gelernt hat, schnell mal Gassi um den Block, Kinder kommen von der Schule, Freunde der Kinder kommen zu Besuch, Lärm den ganzen Tag, keine Ruhepause. Abends ist der Hund total überdreht, kann gar nicht mehr zur Ruhe kommen.

Mittwoch
Der gleiche Tagesablauf wie die Tage zuvor. Abends Hundeschule (Unterordnung, Agility, Breitensport, Obedience, Dogdancing oder ähnliches). Herrchen / Frauchen gestresst vom Tag, Hund „funktioniert“ nicht, wird nur noch geschimpft, macht dann gar nichts mehr richtig. Dabei meint man es doch gut, da der Hund einer „Hütehundrasse“ angehört und ausgelastet werden muss. hmmm ..., man hat wohl zu wenig geübt, oder macht man generell zu wenig mit ihm? – das kann man ja ändern!

Donnerstag
Joggen im Wald und Treffen mit anderen Hundefreunden, damit der Hund „spielen“ kann.
Hund brummelt die Kinder an, verteidigt abends seinen Futternapf oder die Couch, lässt den Ehemann nicht mehr zu Frauchen ins Bett ....

Freitag
Einkäufe in der Innenstadt mit Kindern und dem Hund. Ansonsten der gleiche Ablauf wie die Tage vorher. Briefträger angebellt, Vertreter nicht ins Haus gelassen, Freundin der Tochter angeknurrt.

Samstag
Hundeschule. Heute müssen wir uns mehr konzentrieren, da die Unterordnung letzte Woche nicht so recht geklappt hat, sonst schaffen wir die Prüfung doch nie. Abends Party mit Freunden, Lärm, Unordnung und Unruhe im ganzen Haus. Fremde Leute tappen durch das Haus, sind angetrunken, fallen über den Hundekorb. Hund knurrt sie an.

Sonntag
Endlich Ruhe! Endlich können wir ins Gebirge fahren und uns mal so richtig ausgiebig in der Natur erholen. 8 Stunden über Stock und Stein, bergauf, bergab, das tut gut! Man musste den Hund zwar die letzte halbe Stunde tragen, weil er fix und fertig war vom jagen der Kühe auf der Weide und vom buddeln oder weil die Pfoten blutig gelaufen waren, aber beim nächsten Mal kann er das dann schon besser.
Der Hund schnappt abends nach dem kleinsten Kind - das hat er ja noch nie gemacht. Wir müssen wohl die Zügel anziehen, er braucht jetzt eine feste Hand. Die Hundeschule in der wir bisher waren, taugt nichts. Wir müssen uns jemanden suchen der dem Hund zeigt wo’s lang geht. Wenn’s gar nicht anders geht kommt er in den Zwinger, oder er muss weg.
Er ist sowieso ziemlich anstrengend, vielleicht wäre ein neuer Welpe sowieso besser, jetzt, wo er ins Flegelalter kommt. Hmmm ..., was hat der Nachbar sich kürzlich für einen Hund gekauft – schönes Tier ...


Dies ist eine durchschnittliche und noch gar nicht mal so aufregende Woche für einen durchschnittlichen Hund. Für viele Hunde ließe sich der Wochenplan sogar noch erweitern. Wenn der Hund zwischendurch nicht wenigstens etwas Ruhe bekommt, ist der Ärger eigentlich vorprogrammiert:
Endstation Tierheim???


Die Symptome von Stress sind sehr verschieden:

(erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, was wahrscheinlich auch gar nicht möglich ist , da jedes Lebewesen anders reagiert, man muss das Ganze betrachten)

Körperliche Symptome / Probleme:

  • Pränatal, durch Stresshormone bereits im Mutterleib -> erzeugt bestimmte Stressmuster;
  • bei Hunden, die sehr oft bellen, kann man oftmals eine fester sitzende Haut beobachten;
  • Für manche Welpen ist es unangenehm oder schmerzhaft auf dem Rücken zu liegen bedingt durch Rückenprobleme oder Muskelverspannungen;
  • immer auf Körperspannung achten und auf Bewegungsmuster
  • immer darauf achten, wie sich ein gesunder Welpe / Hund anfühlt, damit man merkt, wenn sich etwas verändert:
  • Temperatur: heiße oder kalte Stellen;
  • Beschaffenheit des Fells (hochstehende Haare signalisieren oftmals ein Problem in der Körperregion);
  • Knötchen und Knoten;
  • auf Muskel- oder Hautzucken bei Berührung achten;
  • angespannte Haut oder Muskeln beobachten;
  • auf Veränderungen des Gesichtsausdrucks achten, wenn der Hund berührt wird: bei Stress zieht sich das Gesicht nach hinten, der Hund bewegt sich vom Menschen fort.

Symptome von Stress im Gesicht / am Kopf:

  • Maulverspannung (beeinträchtigt das Lernvermögen);
  • Lippenlecken (beobachtet man oft bei schwarzen Hunden);
  • schlechter Atem, Bellen, Beißen, Nahrungsverweigerung;
  • Bewegungen am und ums Maul herum, schmatzen, hecheln, knabbern, Leine-Beißen (signalisiert Müdigkeit);
  • übermäßiges Interesse an Spielsachen oder Futter;
  • Hyperaktivität, dauerndes rumlaufen, übermäßig viel Bewegung trotz Erschöpfung;
  • zusammengekniffenes Maul signalisiert Unfähigkeit mit der Situation umzugehen - der Hund hat abgeschlossen mit der Welt, ist überfordert.
     
  • Ohren: Berührungsempfindlichkeit bestimmter Bereiche der Ohren sprechen für Erkrankungen bestimmter Körperteile;
  • unangenehmer Ohrgeruch;
  • kalte Ohrspitzen und kalte Füße weisen auf einen hohen Stresslevel hin;
  • sehr hoch getragene Ohren, die sich an den Spitzen fast berühren findet man häufig bei Hunden, die sich schlecht konzentrieren können;
  • „weiche“ Ohrspitzen bei nervösen Hunden.
     
  • Augen: Die Augen von unter Stress stehenden Hunden sind oft glasig, wirken abwesend, starren ins Leere, blinzeln oder aber auch auffälliges nichtblinzeln;
  • die Augen quellen hervor, werden gerollt, sind verdreht, dass man nur noch das Weiße sehen kann;
  • rote Augen bei sehr gestressten Hunden;
  • die Augenfarbe wechselt;
  • die Pupillen sind stark erweitert;
  • Muskelverspannungen im ganzen Gesicht.
     
  • Körper: Kopf und Schwanz werden sehr hoch getragen (kein Zeichen von Selbstsicherheit!);
  • kurze Schritte und / oder steifbeiniger Gang;
  • Berührungsempfindlichkeit, der Hund ist angespannt und möchte nicht gehalten oder zurückgehalten werden;
  • Veränderung des Körpergeruchs;
  • andauerndes Gähnen;
  • Zähneklappern;
  • vermehrter Speichelfluss, sabbern, schmatzen;
  • schniefen, niesen;
  • nach Fliegen oder Schatten schnappen;
  • unkonzentriertes Herumschnüffeln;
  • Schultersteife, Verspannungen im Schulterbereich oder vorderem Teil des Rückens signalisieren Unsicherheit -> mobbt deshalb gerne andere Hunde;
  • Muskelzuckungen bei Berührungen, verspannter Rücken und heftige Reaktionen durch eingeschränkte Blutzirkulation durch Verspannung;
  • Spannung in der Flanken- und Bauchregion signalisiert schlechte Fresser;
  • Nervosität und Verspannungen im Bereich der Hinterhand bei HD oder Arthritis im Hüftbereich;
  • oft geräuschempfindliche Hunde;
  • die Haut der hinteren Region ist kalt, Berührungsempfindlichkeit am Hintern durch Stress;
  • ständiges Schwanzwedeln durch Verspannungen im hinteren Bereich, der Hund setzt sich deshalb gerne hin, will nicht zwischen den Beinen berührt werden, zieht den Schwanz ein oft bei nervösen Hunden.
  • leblos hängender Schwanz (Pferdeschwanzsyndrom) – der Hund hat zugemacht, ist fertig mit der Welt.
  • Steife und/oder empfindliche Beine, Passgang, kalte Pfoten, Schweißfüße,
  • häufiges Kratzen,
  • Pfotenheben;
  • pinkeln, koten;
  • aufreiten;
  • Leine-beißen;
  • Penis ausschachten;
  • in der Bewegung einfrieren;
  • einziehen des Bauches und des Rückens;
  • abknicken der Hinterhand;
  • zuviel oder zuwenig trinken;
  • blasse Schleimhäute;
  • Allergien;
  • Gewichtsabnahme;
  • Wachstumsstörungen, Störungen der Zellregeneration
     

Innere Symptome / Veränderungen:

  • Herzschlag und Atemfrequenz permanent erhöht;
  • dauerhaft gestiegener Blutdruck;
  • Nachweis von erhöhtem Hormonen im Blut.


Um stressbedingte Verhaltensauffälligkeiten erkennen zu können, muss man das normale Verhalten seines Hundes kennen.


Die „Treppe der Eskalation“:

Jeder Hund durchläuft bei Stress gewisse Stadien der Angst oder Aggression (Ärger, Wut) , die man sich gut als Treppe vorstellen kann, die der Hund stetig nach oben steigt.

Zuerst, ganz am Fuß der Treppe, befindet er sich im „Normalzustand“, d. h. er zeigt keine Reaktion, da noch kein Angst- oder Aggressionsauslöser wahrgenommen wurde.

Bemerkt der Hund nun einen solchen Stressor, so wird er zu allererst mit leichten Beschwichtigungssignalen , wie Blinzeln, Lippenlecken, Schmatzen usw. reagieren. Werden diese nicht beachtet – kann sich das Tier also dadurch nicht aus der Situation mit der es nicht zurechtkommt lösen – versucht es...

... sich der Situation zu entziehen, oder sich Deckung zu verschaffen (hinter dem Besitzer, unter Tisch oder Bank). Gelingt dies nicht, weil die Leine kurz und straff gespannt ist und der Hund evtl. auch gar noch näher herangezogen wird, dann folgen als nächstes...

... stärkere Beschwichtigungssignale wie Körper wegdrehen, Kratzen, hektisches Hin- und Herlaufen, unkonzentriertes am Boden herum schnüffeln usw. Werden auch diese nicht beachtet und führen nicht zum Erfolg...

... versucht der Hund zu fliehen . Gelingt das wiederum nicht, geht er nun über zum...

... Bellen, welches aber oft auch keine Rettung aus der Überforderung bringt und deshalb wird er zu...

... Übersprungs- oder Ersatzhandlungen übergehen, d. h. der Hund fängt z. B. an hektisch in die Leine zu beißen und daran zu zerren, er springt am Besitzer hoch, zwickt in Arme oder Kleidung, reißt evtl. Grasbüschel aus, fängt an nach Mäusen zu buddeln usw. Bringt auch das keine Hilfe wird der Hund ...

... Knurren (je tiefer das Knurren, um so ernst gemeinter ist die Drohung). Das Knurren kann zwei Reaktionen auslösen:
a) der angeknurrte (Mensch oder Tier) weicht zurück und der Hund hat sich damit aus der bedrohlichen Situation befreit. Er erkennt das Knurren als Problemlösung und setzt es in vielen anderen Situationen ein.
b) die Situation entspannt sich dadurch nicht, der Besitzer schimpft den Hund gar noch, reißt an der Leine, zerrt ihn noch näher an sich heran, dann wird der Hund übergehen zum ...

... Zähnefletschen. Bei erfolglosem Versuch geht er zum ...

... Schnappen über. Zeitigt Schnappen keinen Erfolg, wird ...

... der Hund zubeißen ...

Graphisch dargestellt sieht das folgendermaßen aus:

Man kann die „Treppe der Eskalation“ auf jeder der Stufen unterbrechen, indem man den Hund aus der für ihn bedrohlichen Situation, mit der er nicht umgehen kann, herausbringt. Das bedeutet nun nicht, mit hektischem Leinengerucke oder „Pfui“-Geschreie zu reagieren , da das im ungünstigen Fall sogar noch mit dem Auslöser der Angst / Aggression verknüpft wird. Vielmehr orientiert man sich, was den Hund reagieren lässt und bietet ihm dann entweder eine Deckungsmöglichkeit (mit Stuhl abschirmen, Jacke als Barriere aufhängen) oder man bringt ihn aus der Situation heraus, indem man einfach mit ihm weggeht.
Auf gar keinen Fall sollte man erlauben, dass der Hund in eine Situation gedrängt wird, aus der er keinen Ausweg mehr sieht, sich vom Besitzer (der ja Sicherheit bedeuten soll) im Stich gelassen fühlt und gezwungen ist, sich selbst helfen zu müssen.
Absolut kontraproduktiv wäre es, alle Signale zu missachten oder gar zu bestrafen. Unterbindet man nämlich einzelne (oder mehrere) Sequenzen der „Treppe“, z. B. das Knurren, so wird dieses Verhalten aus dem Repertoire des Hundes vollständig gelöscht werden und der Hund geht (im Beispielfall ständiges Verbieten von Knurren) von der Treppenstufe „Übersprungshandlungen“ direkt über zur Stufe „Zähnefletschen“. Dies Spielchen kann man weitertreiben, bis alle „Treppenstufen“ gelöscht sind und der Hund direkt von Stufe „keine Reaktion“ zu Stufe „Zubeißen“ übergeht ... Man hat damit einen Hund erzeugt, der scheinbar ohne Vorwarnung angreift.

Tagtäglich kann man Hunde beobachten, bei denen die Reaktionen der Treppe modifiziert oder nur noch unvollständig ablaufen, die also schon gelernt haben, dass bestimmtes Vorgehen in gewissen Situationen keinen Erfolg bringt, während anderes sehr effektiv ist.

Dabei ist es doch so einfach, die ersten Beschwichtigungssignale zu beachten und das Tier aus der für ihn bedrohlichen, Angst und / oder Wut erzeugenden Situation herauszubringen.

Wie schon erwähnt, sollten auf gar keinen Fall Situationen „geübt“ werden (Hundeschule!), die extremen Stress erzeugen, da der Hund dadurch überhaupt erst in die Lage gebracht würde, aggressiv oder ängstlich reagieren zu müssen und dieses Verhalten dann natürlich ab diesem Zeitpunkt immer wieder zeigt und auch vervollkommnet (siehe Linda und Kinder, siehe auch Freddie und die Motorräder). Auch der Einsatz von Luftballons (Lärm beim Platzen kann bei sensiblen Hunden Angst erzeugen) oder ähnlichen Dingen kann gefährlich sein, da man als Trainer in größeren Gruppen auf falsche Reaktionen seitens der Besitzer keinen Einfluss mehr nehmen kann und somit eventuell die Angst tatsächlich erst „erlernt“ wird. Auch kann die bloße Anwesenheit vieler anderer Hunde für manche Hunde schon stressend sein, weshalb für sie kein konzentriertes Arbeiten in der Gruppe möglich ist. Diese Hunde sind nur damit beschäftigt durch CS oder offenes Drohen bis hin zum Angriff sich die vermeintlichen Feinde vom Leibe zu halten.

 

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