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letzte Ànderung am 24. februar 2003


"A clickertrained pet is a joy forever,
and much of that joy lies in the trainings process itself.
ENJOY THE RIDE!"

Morgan Spector (in "Clickertraining for Obedience")
 


ABRUFEN
- abrufen aus sitz/platz
befehl ist im normalfall HIER. wird zuerst ohne ablenkung, aus ganz geringer entfernung (1 - 2 m) und möglichst an der leine geĂŒbt, so dass der hund auch kommen muss. spĂ€ter ohne leine ĂŒben und Entfernung kontinuierlich steigern.

- abrufen aus bestimmten situationen, z. b. beim spiel mit anderen hunden, vom hasen weg ....
wie aus sitz/platz ĂŒben, zuerst ohne ablenkung, z. b. beim spaziergang, wenn der hund nicht zu sehr abgelenkt ist, spĂ€ter, wenn er beim spielen mal kurz zum HF schaut. es ist völlig sinnlos, so lange dieser befehl noch nicht 100%ig funktioniert, einen total abgelenkten hund, der gerade mit anderen hunden spielt, zu rufen. er wird nicht kommen, man versaut sich nur den befehl.
anmerkung: wenn der hund beim abrufen nicht sofort kommt, sondern verlangsamt, verzögert oder gar erst nach stunden, gilt: er wird NIEMALS geschimpft oder bestraft, wenn er zum HF kommt. herkommen muss immer positiv besetzt sein (ich geben meinem hund auch heute noch sehr oft ein leckerchen fĂŒrs kommen). er sollte auch immer gelobt werden.


AUF
löst das kommando SITZ oder PLATZ auf. der hund sollte niemals aufstehen dĂŒrfen, ohne dass kommando AUF gegeben wurde. auf diese weise spart man sich das dĂ€mliche BLEIB, das man sinnvoller nutzen kann. denn SITZ heißt immer SITZ, und PLATZ bedeutet immer PLATZ bis es durch das kommando AUF aufgehoben wird. egal ob nach 2 sekunden oder nach 2 stunden.


AUS
kann man wunderbar beim spielen ĂŒben. hund das spielzeug ins maul nehmen lassen, leckerchen anbieten. wenn er das spielzeug fallen lĂ€sst AUS. leckerchen geben und/oder loben. ihm das spielzeug dann nicht vorenthalten, sondern wieder nehmen lassen. niemals dem hund einfach so etwas wegnehmen, er sollte keinen grund haben, etwas (z. b. futter, unterwegs gefundenes) zu verteidigen. dabei kann man als besitzer nur verlieren! anfangs immer etwas besseres zum tausch anbieten. befehl nicht geben, wenn der hund in 10 m entfernung irgendwas gefunden hat und frisst. man versaut sich nur den befehl und nur ein 100% sicher funktionierendes AUS kann dem hund das leben retten (giftköder!). es gibt noch eine zweite art, AUS zu konditionieren.

hund hat spielzeug im maul (kann man nicht mit futter ĂŒben!). man geht neben dem hund in die hocke, legt einen arm um ihn und streichelt mit der anderen hand ĂŒber seine flanke (vorsicht! bei aggressiven hunden sollte man AUS so nicht ĂŒben). er wird ruhig und der beutetrieb erlischt (kann allerdings etwas dauern) - er lĂ€sst das spielzeug irgendwann fallen. jetzt nicht danach grapschen und es nehmen! AUS. loben, belohnen und ganz wichtig das spielzeug wieder nehmen lassen.


AUTO
der hund soll lernen, dass er erst auf ein bestimmtes kommando aus dem auto springen darf. muss sehr oft geĂŒbt werden, kann dem hund aber das leben retten. zuerst direkt vor der autotĂŒre stehen bleiben, auf jeden fall verhindern, dass er rausspringt. mit einem bestimmten signalwort (z.b. RAUS DA) den hund auffordern herauszukommen. ACHTUNG! anleinen, nie den hund so aus dem auto lassen, auch nicht in der eigenen garage, damit man sich selbst keine schlampereien angewöhnt. was man immer tut, geht in fleisch und blut ĂŒber. nach und nach die distanz zur autotĂŒre, die dauer des wartens und die ablenkung steigern. der hund sollte niemals ohne aufforderung und unangeleint das auto verlassen dĂŒrfen.


BLEIB
wird leider immer noch in verbindung mit sitz oder platz verwendet, obwohl es in diesem zusammenhang völlig sinnlos ist. sitz ist immer sitz und platz ist immer platz, d. h. man sagt einmal sitz/platz und sonst nichts. der hund darf erst dann wieder aufstehen, wenn der befehl AUF, FUSS, VORAN, HIER o. À. gegeben wird. BLEIB kann man andererseits wunderbar benutzen als BLEIB BEI MIR, d.h. der hund darf dann zwar ohne leine laufen, sich aber nicht weiter als 2 - 3 m vom HF entfernen.


DREHUNG rechts
die rechte drehung ist die einfachste richtungsĂ€nderung um 180 grad. anfangs bei jedem richtungswechsel den befehl FUSS geben, möglichst eng (am besten auf der stelle) nach rechts umdrehen. der hund muss um den HF herumlaufen. mit dem linken fuß beginnen. spĂ€ter wird kein befehl mehr gegeben.


DREHUNG links
richtungsĂ€nderung um 180 grad. schwieriger als die rechte drehung. kommando FUSS geben und um den hund herum gehen. mit dem linken fuß beginnen. wenn die ĂŒbung klappt, siehe oben wende oder drehung rechts.


FUSS  LAUFEN
leckerchen in die linke hand, leine in der rechten hand (oder umgekehrt). das leckerchen in schnauzenhöhe des hundes an den eigenen oberschenkel halten. ein bis zwei schritte gehen, wenn der hund da lĂ€uft, wo man es haben will, FUSS sagen, loben und leckerchen geben. distanz + dauer langsam steigern. ziel ist, dass der hund an der linken seite lĂ€uft, die schulter des hundes ist dabei genau auf der höhe des oberschenkels des HF. der hund sollte den HF anschauen. es wird kein leinenruck gegeben. es bietet sich an, die geschwindigkeit des laufens durch die lĂ€nge des befehls anzugeben. wenn man also langsam laufen will, sagt man FUUUUUSS. je schneller man lĂ€uft, umso kĂŒrzer wird der befehl ausgesprochen. wenn der hund schon mal ca. 10 m fuß laufen kann, sollte man öfter stehen bleiben. ziel ist, dass der hund sich automatisch hinsetzt. solange er dies nicht tut, kommt noch der befehl SITZ. fuß bedeutet ĂŒbrigens nicht, dass der hund fuß laufen soll, sondern dass er sich in die stellung links neben dem HF begeben soll. er soll dort bleiben, was immer der HF tut, also sitzen, wenn der HF steht und mitlaufen, wenn der HF lĂ€uft. er soll sĂ€mtliche drehungen, wendungen und geschwindigkeitsĂ€nderungen mitmachen. somit ist das fuß laufen eigentlich eine grundstellung in bewegung.


GRUNDSTELLUNG
der hund sitzt links neben dem HF, schulter auf gleicher höhe mit dem oberschenkel/wade des HF. in die grundstellung sollte der hund sich sofort begeben, wenn der HF stehen bleibt. außerdem sollte jede ĂŒbung mit einer grundstellung beginnen und auch enden. einĂŒben folgendermaßen: in jede hand ein leckerchen nehmen. mit der rechten hand den hund hinten um den eigenen körper herumlocken soweit es geht, dann mit der linken hand weiter, bis der hund an der linken seite des HF steht. befehl ist FUSS. danach kommando SITZ, so dass der hund links neben dem HF sitzt. hund sollte gerade und sehr eng sitzen. nicht stĂ€ndig Fuss, Fuss, Fuss sagen. beide kommandos (FUSS und SITZ) möglichst nur einmal geben. spĂ€ter wird sich der hund auf das kommando FUSS schon in die grundstellung begeben, der befehl SITZ braucht nicht mehr gegeben zu werden.

die zweite möglichkeit der grundstellung: in die linke hand ein leckerchen/spielzeug nehmen, einen kreis gegen den uhrzeigersinn (also nach außen) beschreiben und den hund so in stellung bringen. kommando ist in beiden fĂ€llen FUSS.


HAND
steht bei mir fĂŒr das fußlaufen an der rechten seite (da ist mir halt nix besseres eingefallen). dies war das erste sinnvolle kommando, welches der Freddie nur mit dem Clicker gelernt hat - und sehr sehr schnell.
und somit, im schnellen wechsel zwischen rechts- und linkslaufen, hat das ganze dann hand und fuß ;)))


HIER
ist der notbefehl, der auf keinen fall versaut werden sollte! auf HIER muss der hund sofort und ohne zu zögern zum HF kommen und vor diesem absitzen, egal was er gerade machen wollte oder gemacht hat. dieser befehl wird sehr lange (kann ein jahr dauern) nur an der langen leine geĂŒbt, er sollte 1000%ig funktionieren und kann dem hund irgendwann einmal das leben retten. anfangs: hund aufmerksam machen mit leckerchen oder spielzeug. rĂŒckwĂ€rts laufen, dabei HIIIIIEEEEER (nur einmal, dafĂŒr aber sehr langgezogen) rufen. folgt der hund nicht sofort nach, wird er an der leine sanft herangezogen. ist der hund beim HF, folgt der befehl SITZ. der hund sollte sehr dicht und gerade vor dem HF sitzen. wenn das soweit klappt: normal mit dem hund an der langen leine laufen, wenn der hund abgelenkt ist, rĂŒckwĂ€rts laufen und weiter wie oben, bis er wieder vor dem HF sitzt. spĂ€ter wird kommando SITZ nicht mehr gegeben, hund sollte sich selbstĂ€ndig setzen. noch spĂ€ter: bei jedem 3. oder 4. Mal wird, wenn der hund seine belohnung fĂŒrs herkommen kassiert hat, der befehl FUSS gegeben worauf der hund sofort in die grundstellung geht. befehl nur einmal geben. achtung: dies nicht jedes mal verlangen, sonst wird es zum automatismus, d.h. er sitzt nicht mehr korrekt vor, sondern flitzt gleich in die grundstellung. das ist dann nur noch sehr schwer wieder rauszubringen.


KOMM
anfangs nur dann rufen, wenn der hund sowieso schon auf dem weg zum HF und nicht abgelenkt ist (kann man wunderbar beim tĂ€glichen spaziergang ĂŒben). es bringt nichts, KOMM oder – noch schlimmer – HIER zu rufen, wenn der hund in voller fahrt in die falsche richtung gestartet oder abgelenkt ist. damit versaut man sich nur das herkommen. in diesem falle ruft man einmal den namen. wenn der hund nicht reagiert dreht man sich um und geht weg oder versteckt sich (ACHTUNG! nur in sicherem gelĂ€nde, wo nichts passieren kann), oder man geht zum hund und sammelt ihn still ein, nicht schimpfen oder gar strafen. KOMM kann man ebenfalls an der langen leine ĂŒben. dabei hilft es auch rĂŒckwĂ€rts zu laufen und sich zu freuen. eine andere möglichkeit ist, beim fĂŒttern mit dem napf klappern und KOMM rufen - das ist vermutlich die allersicherste methode. ganz wichtig ist, den hund immer ausgiebigst zu loben, wenn er kommt. nicht erst dann, wenn er schon beim HF ist, sondern auch schon auf dem weg (richtig den hampelmann machen, damit er sich freut. ein hund der freudig kommt, kommt öfter: mein hund leckt sich z.B. schon unterwegs das maul, obwohl er mittlerweile nicht mehr immer ein leckerchen fĂŒrs herkommen kassiert und er tut das nicht zur beschwichtigung *ggg*). ebenfalls ganz wichtig: niemals den hund schimpfen oder gar strafen, wenn er herkommt, selbst wenn er nicht schnell genug kommt oder ausgebĂŒxt war und erst nach stunden wiederkommt. er wird IMMER gelobt! der hund verbindet nur seine letzte handlung mit dem lob oder der strafe. er weiß nicht, dass er fĂŒr das weglaufen oder nichtkommen gestraft wird. er verknĂŒpft die strafe mit dem zurĂŒckkommen und wird wenn man pech hat, beim nĂ€chsten mal gar nicht mehr herkommen.


LAUFEN AN LOCKERER LEINE
wir laufen ganz normal, die leine hĂ€ngt locker durch. wenn sie straff wird, der hund also zieht, bleiben wir einfach stehen und warten, bis die leine wieder durchhĂ€ngt oder der hund sich hinsetzt. der hund merkt sehr bald, dass er durch ziehen nicht weiterkommt und wird es unterlassen. wichtig ist dabei absolute konsequenz! man muss immer und ĂŒberall stehen bleiben, sobald gezogen wird. wenn er zurĂŒckkommt, oder sich hinsetzt, gehen wir sofort weiter. wichtig: schnell reagieren - sofort stehen bleiben wenn der hund zieht und sofort weitergehen, wenn die leine wieder locker ist. ACHTUNG: manche hunde fangen an zu klĂ€ffen oder jaulen, wenn sie nicht vorankommen. in diesem fall unbedingt ebenfalls stehenbleiben, bis das gejaule aufgehört hat.


LINKS
benutze ich, wenn der weg sich gabelt und wir nach links weitergehen. habe ich auch so - ganz banal also - beigebracht.


NEIN
wenn man nur möchte, dass der hund jetzt gerade etwas unterlĂ€sst, sollte man nicht pfui , sondern NEIN sagen. NEIN, ich möchte nicht, dass du jetzt ins wasser gehst, NEIN, du darfst jetzt nicht das spielzeug (oder das eis des fremden kindes im vorbeifahrenden kinderwagen) nehmen. dieser befehl ist nicht so endgĂŒltig wie der befehl pfui. beispiel: man legt ein leckerchen vor den hund hin. wird der befehl NEIN gegeben, kann man ihn sekunden (oder stunden) spĂ€ter mit dem befehl NIMM wieder auflösen. wurde der befehl pfui gegeben, sollte man das leckerchen hinterher aufheben und wegtun. der hund darf es in diesem fall nicht bekommen.


PFUI
bedeutet, was du jetzt gerade machst, ist fĂŒr immer und alle zeiten verboten! wenn man nur möchte, dass der hund jetzt gerade etwas unterlĂ€sst, sollte man nicht PFUI, sondern nein sagen. sehr lange an der leine ĂŒben, damit man es durchsetzen kann. dies ist ebenfalls ein befehl, der dem hund das leben retten kann und den man deshalb nicht versauen sollte. ĂŒbt man am besten, indem man den hund in versuchung fĂŒhrt. d.h. man legt leckerchen aus und lĂ€sst den hund hingehen. wenn er das leckerchen nehmen will (darf er nicht - er hat ja den befehl zum nehmen nicht bekommen), ruft man sehr energisch PFUI und zieht ihn an der leine zurĂŒck. hier kommt es auf den charakter des einzelnen hundes an. bei einem sensiblen hund reicht oft schon der scharf ausgesprochene befehl. bei sehr robusten hunden hilft oft nur ein ruck an der leine (PFUI ist eine der ganz wenigen gelegenheiten, bei denen ich den sogenannten leinenruck anwende. man kann dem hund den befehl auch dadurch beibringen, dass man ihm entweder schnell mit der hand von hinten nach vorn ĂŒber kopf und nase fĂ€hrt, einen schnauzengriff macht oder einen gegenstand hinter ihm zu boden fallen lĂ€sst. auch ein nasser lappen oder anspritzen mit einer wasserpistole kann helfen (möglichst durch eine zweite person, damit er es nicht vorher schon merkt). viele HF machen den fehler, beim spaziergang, wenn der hund im gebĂŒsch eine tote ratte (oder etwas Ă€hnlich ekelhaftes) gefunden hat, aus 20, 30 m entfernung PFUI zu brĂŒllen - effekt gleich null aber man hat sich damit ganz wunderbar den befehl versaut! anmerkung: viele hundeexperten bestĂ€tigen, dass das PFUI selten ganz 100%ig ist. wenn der bissen klein genug und die entfernung zum HF groß genug ist, wird fast jeder hund ihn fast immer runterschlucken. man kann PFUI nur immer und immer wieder ĂŒben, verlassen sollte man sich nur bedingt darauf. das gleiche gilt ĂŒbrigens fĂŒr den befehl AUS.


PLATZ
zwei möglichkeiten:
leckerchen vor dem hund auf dem boden nach vorne fĂŒhren. warten bis er sich hinlegt, dann PLATZ sagen. befehl nur einmal geben.

oder noch besser: sich auf den boden setzen oder hinknien. ein knie wird – je nach grĂ¶ĂŸe des hundes – zum tunnel aufgestellt. leckerchen vor seiner nase durch den tunnel ziehen, hund wird folgen wollen und muss sich dabei legen. dann erst kommando PLATZ. befehl nur einmal geben, mit AUF auflösen. dauer des platz und entfernung zwischen hund und HF langsam und kontinuierlich steigern. nicht zu schnell zu langes platz und/oder aus zu weiter entfernung verlangen. kein PLATZ und BLEIB verwenden!

die rettungshundeleute ĂŒben PLATZ noch anders, und zwar steht bei denen nicht der hund auf, sondern die decke. es wird dazu eine decke auf dem boden ausgelegt. hund soll draufgehen – abwarten, bis er es selbst tut, nicht mit gewalt -, soll sich hinlegen. wenn es zu lange dauert, bis er dies tut, anfangs kommando PLATZ geben. hund liegt, leckerchen hinwerfen. wenn es gefressen wurde sofort die decke wegziehen. diese ĂŒbung nicht öfter als jeweils 2 x hintereinander machen. dauer des liegens auf der decke langsam steigern.


PLATZ aus der Bewegung
zuerst sollte PLATZ immer nur im stehen geĂŒbt werden (oder beim fußlaufen, indem man stehen bleibt). wenn das funktioniert (und zwar immer!) sollte man PLATZ sagen, stehen bleiben, dabei aber auf der stelle treten, damit der hund sich daran gewöhnt, dass die fĂŒĂŸe des HF sich weiterbewegen, er aber liegenbleiben muss. spĂ€ter lĂ€sst man zusĂ€tzlich die leine fallen. wenn auch das klappt ohne dass er aufsteht, geht man ein oder zwei schritte weiter und bleibt dann stehen. nicht rĂŒckwĂ€rts gehen oder sich umdrehen, sondern einfach weitergehen (es hilft, wenn eine zweite person meldet, ob das kommando befolgt wurde. entfernung langsam steigern. ACHTUNG: nicht vom hund weggehen, einen bogen laufen und sofort zurĂŒckgehen, sondern man geht weg, bleibt 1 sekunde mit dem rĂŒcken zum hund stehen, dreht sich um, wieder eine sekunde stehen bleiben. zum hund zurĂŒckgehen. dabei rechts vorbei und herumlaufen in die grundstellung. wieder eine sekunde warten, befehl SITZ geben, warten, dann erst weiterlaufen. kein PLATZ und BLEIB verwenden!


PLATZ aus der Entfernung
erst wenn PLATZ direkt vor oder neben dem HF ĂŒber eine etwas lĂ€ngere zeitspanne funktioniert, sollte man am platz aus der entfernung arbeiten. die entfernung dabei nur langsam steigern, d.h. erst wenn platz aus einer entfernung von 1 m immer funktioniert, geht man auf eine entfernung von z.b. 2 m usw. der schlimmste fehler, der immer wieder gemacht wird, ist, gleich 10 oder gar 20 m vom hund wegzugehen und platz verlangen. der hund hat noch nicht begriffen, dass PLATZ auch aus dieser entfernung befolgt werden muss und - was noch viel schlimmer ist - man kann es nicht durchsetzen. man kann dann nur hinrennen/gehen und ihn wieder hinlegen (bei korrektur kein leckerchen geben). viele HF werden gereizt und der hund bekommt angst, wenn der HF auf ihn zu rennt und PLATZ schreit, effekt: hund rennt weg und HF wird noch sauerer ...). wenn platz aus einer entfernung von z.b. 30 m richtig gut funktioniert, kann man dazu ĂŒbergehen, die dauer des abliegens zu verlĂ€ngern. anfangs nicht zu lange platz verlangen. kein PLATZ und BLEIB verwenden!


RECHTS
benutze ich, wenn der weg sich gabelt und wir nach rechts weitergehen. habe ich auch so - ganz banal also - beigebracht.


SCHAU / WATCH
ist ein Ă€ußerst praktisches kommando, mit dem man die aufmerksamkeit seines hundes sofort auf sich ziehen kann - z.b. wenn der erzfeind entgegenkommt, oder irgendwo am horizont ein hase rennt ...
man hĂ€lt sich dazu entweder ein leckerchen oder ein begehrtes spielzeug direkt vor die nase. anfangs reicht es, wenn der hund eine einzige sekunde schaut. dauer kontinuierlich steigern, spĂ€ter das leckerchen nicht mehr vorhalten, sondern erst zum schluss der ĂŒbung aus der tasche holen und geben.

oder: vor den hund stellen, deutlich sichtbar leckerchen (kĂ€se, wiener o.Ă€.) in den mund nehmen. wenn der hund schaut, leckerchen ausspucken (verlangt etwas ĂŒbung *ggg*). spĂ€ter selbe ĂŒbung in grundstellung machen. man kann auch das leckerchen in der hand halten und wenn der hund schaut, fĂŒhrt man es erst zum mund hin und lĂ€sst es dann fallen.

eine dritte methode ist, einfach gar nichts macht, sondern wartet bis der hund zufÀllig schaut, dann sofort belohnen (praktisch ist hierbei der Clicker!). eine zweite person ist auch hilfreich, die entweder clickt oder z.b. den daumen nach oben streckt, wenn der hund schaut.


VERUNSICHERUNG AUF DISTANZ (schleppleinen-training)
dies bedeutet nicht: 5-m-leine dran und laufen lassen, sondern ist richtig mit arbeit verbunden. der hund soll lernen, sich am HF zu orientieren, d.h., nicht der HF ruft, wenn er die richtung Ă€ndert oder irgendwas vom hund will, sondern der hund guckt nach dem HF. anfangs ĂŒbt man selbstverstĂ€ndlich ohne ablenkung. dazu besorgt man sich eine 5 m lange stabile leine und am besten ein brustgeschirr (am halsband durchgefĂŒhrt, halte ich das ganze immer noch fĂŒr tierquĂ€lerei!). man nimmt das schlaufenende fest in die rechte hand und wickelt die 5 m in lockere schlaufen auf, die man - ebenfalls locker - in der linken hand hĂ€lt. hund erhĂ€lt kein kommando, sondern man geht einfach los. wenn er abgelenkt ist, lĂ€sst man die schlaufen (linke hand) fallen, dreht sich um und geht zĂŒgig, ohne sich umzuschauen, in die entgegengesetzte richtung. im normalfall wird der hund - da man das schlaufenende mit der rechten hand selbstverstĂ€ndlich festgehalten hat - nun voll in die lange leine laufen und mitgezerrt werden. leine sofort einholen (möglichst vor dem eigenen körper aufwickeln, damit er es nicht sieht). wenn der hund auf gleicher höhe ist, wieder ohne ein wort in die alte richtung weitergehen. dieses spiel wiederholt man nun solange, bis er aufmerksam ist und sofort den richtungswechsel mitmacht. nun erhöht man die anforderung, indem man mit den fĂŒĂŸen scharrt (asphalt) oder einmal auf den boden stampft (rasen oder weicher untergrund), bevor man die richtung Ă€ndert. der hund bekommt somit die gelegenheit, sofort mit umzudrehen. spĂ€ter kann man auch das kommando KOMM geben. wenn alle richtungsĂ€nderungen sofort mitgemacht werden - also kein ruck an der leine mehr erfolgt, geht man auf die 10-m-leine ĂŒber - same procedure ... bei manchen hunden hat man mit dieser methode keinen erfolg. bei anderen funktioniert es wiederum wunderbar. es gibt noch die sanftere variante – die mir besser gefĂ€llt – 3-m-leine, loslaufen. wenn der hund abgelenkt ist, stehen bleiben, warten bis hund schaut und dann im 90 grad winkel weggehen. wenn der hund wĂ€hrend des laufens uns anschaut, rĂŒckwĂ€rts laufen und herlocken. sitzen lassen, hund soll schauen – leckerchen geben, nochmals schauen lassen (als dankeschön quasi) und freigeben.


SCHLUSS
dies ist ein abbruchkommando, d.h. der hund soll sofort mit der unerwĂŒnschten handlung (welche auch immer) aufhören. habe ich anfangs immer nur dann geĂŒbt, wenn ich auch einfluss nehmen konnte, d.h. der hund an der leine war und ich ihn wegziehen konnte. das wort SCHLUSS eignet sich deshalb so gut als abbruchkommando, weil zwei zischlaute die aufmerksamkeit jeden hundes erregen. ein energisches SCHLUSS in eine hundegruppe gerufen, die gerade dabei ist sich in die haare zu kriegen, kann oft die situation entspannen (lustig ist, wenn mehrere HF gleichzeitig SCHLUSS rufen ...).


SITZ
anfangs ein leckerchen ĂŒber den kopf des hundes nach hinten fĂŒhren, er wird sich irgendwann automatisch setzen. dann erst SITZ sagen (wenn er nicht sitz macht, hat man wenigstens keinen fehler gemacht). befehl nur einmal geben. anfangs nur ganz kurz sitz machen lassen, befehl immer mit AUF aufheben. dauer des sitz und entfernung zwischen hund und HF langsam und kontinuierlich steigern. nicht zu schnell zu langes sitz und/oder aus zu weiter entfernung verlangen. kein SITZ und BLEIB verwenden!


SITZ aus der bewegung
zuerst sollte SITZ immer nur im stehen geĂŒbt werden (oder beim fußlaufen, indem man stehen bleibt). wenn das funktioniert (und zwar immer!) sollte man SITZ sagen, stehen bleiben, dabei aber auf der stelle treten, damit der hund sich daran gewöhnt, dass die fĂŒĂŸe des HF sich weiterbewegen, er aber sitzen bleiben muss. danach lĂ€sst man zusĂ€tzlich die leine fallen. wenn auch das klappt, der hund also sitzen bleibt, geht man ein oder zwei schritte weiter und bleibt dann stehen. nicht rĂŒckwĂ€rts gehen oder sich umdrehen, sondern einfach weitergehen. entfernung langsam steigern. kann man zusĂ€tzlich dann noch festigen, indem man sich in der grundstellung stehend ohne hund umdreht, um den hund herumgeht usw.
ACHTUNG: nicht vom hund weggehen, einen bogen laufen und sofort zurĂŒckgehen, sondern man geht weg, bleibt 1 sekunde mit dem rĂŒcken zum hund stehen, dreht sich um, wieder eine sekunde stehen bleiben. zum hund zurĂŒckgehen. dabei rechts am hund vorbeilaufen in die grundstellung. wieder eine sekunde warten, dann erst weiterlaufen. kein SITZ und BLEIB verwenden!


SITZ aus der Entfernung
erst wenn SITZ direkt vor oder neben dem HF ĂŒber eine etwas lĂ€ngere zeitspanne funktioniert, sollte man am sitz aus der entfernung arbeiten. die entfernung dabei nur langsam steigern, d.h. erst wenn sitz aus einer entfernung von 1 m immer funktioniert, geht man auf eine entfernung von z.b. 2 m usw. der schlimmste fehler, der immer wieder und wieder gemacht wird, ist der, gleich 10 oder gar 20 m vom hund wegzugehen und es verlangen. der hund hat noch nicht begriffen, dass SITZ auch aus dieser entfernung gilt und - was noch viel schlimmer ist - man kann es nicht durchsetzen. man kann dann nur hinrennen/gehen und es korrigieren. viele HF werden dann gereizt und der hund bekommt angst, wenn der HF auf ihn zurennt und SITZ schreit, effekt ist dann: hund rennt weg und HF wird noch sauerer ...
wenn sitz aus einer entfernung von z.b. 30 m richtig gut funktioniert, kann man dazu ĂŒbergehen, die dauer des sitzens zu verlĂ€ngern. anfangs nicht zu lange sitz verlangen. kein SITZ und BLEIB verwenden!


STEH/STOPP
wenn der befehl STEH (oder STOPP) gegeben worden ist, muss auf jeden fall verhindert werden, dass der hund sich setzt. das kann man auf vier arten erreichen: entweder man greift schnell unter den bauch des hundes und sagt STEH oder man legt ihm die leine ganz locker um den bauch. nicht an der leine reißen! nur ganz leicht und sanft anheben. eine dritte möglichkeit ist, dem hund die gestreckte hand von unten her direkt vor die nase zu halten. vierte möglichkeit: den hund zuerst ins SITZ bringen. jetzt einen arm um seine brust legen, mit leckerchen nach vorne locken. hund wird automatisch aufstehen, befehl in diesem moment geben (gefĂ€llt MIR am besten 
).


STRASSE (kommando STEH oder SITZ)
der hund sollte vor dem ĂŒberqueren jeder straße entweder den befehl SITZ oder STEH (STOP) bekommen. erst wenn der befehl fuß gegeben wird, sollte er zĂŒgig und ohne zwischenstopp die straße ĂŒberqueren. ich persönlich bevorzuge den befehl STEH deshalb, weil es im winter (fĂŒr die hĂŒndin) angenehmer ist, sich nicht stĂ€ndig auf den kalten boden setzen zu mĂŒssen. man sollte allerdings wissen, dass der befehl SITZ sicherer ist als STEH.


VORAN/VORAUS
benutze ich, wenn der weg sich gabelt und wir laufen geradeaus weiter. habe ich einfach immer gesagt: Freddie LINKS oder Freddie RECHTS oder Freddie VORAUS. hat er irgendwann kapiert und macht es jetzt zuverlĂ€ssig auch aus grĂ¶ĂŸerer entfernung. kann man aber auch ĂŒben, indem man ein spielzeug entfernt hinlegt und den hund dann hinschickt (und sitz oder platz verlangt). in diesem fall benutze ich allerdings HOLS und BRINGS.


WARTE
leckerchen in die hand nehmen, hund vor die nase halten. kommando WARTE. wenn der hund es nehmen will, hand schließen, wegziehen. solange wiederholen, bis hund wartet und HF anschaut. man kann das auch ausbauen: a) leckerchen vor den hund, zwischen die pfoten legen, hund muss erst HF anschauen darf erst auf Kommando NIMM das leckerchen nehmen. b) leckerchen auf eine pfote ... c) leckerchen auf beide pfoten... darf dann nur das leckerchen nehmen, welches ihm gezeigt wurde. d) hund leckerchen auf die nase legen, kommando WARTE, dann mit NIMM fangen lassen (heisst bei uns allerdings NASE und NIMMS). dazu die eigene hand von unten nach oben fĂŒhren zur unterstĂŒtzung. dies ist sogar mehr als nur ein schönes kunststĂŒck, weil es die disziplin des hundes steigert.


WENDE
richtungsĂ€nderung um 180 grad - d.h. man geht nach der wende in genau die entgegengesetzte richtung. vor jedem richtungswechsel muss anfangs (spĂ€ter nicht mehr) der befehl FUSS neu gegeben werden. man dreht sich auf den hund zu (also nach links, gegen den uhrzeigersinn), nimmt die leine in die andere hand und fĂŒhrt den hund hinter sich vorbei. nicht stehen bleiben, sondern zĂŒgig weitergehen. wenn der hund die ĂŒbung beherrscht, wird kein befehl mehr gegeben. man erreicht dadurch eine erhöhte aufmerksamkeit. der befehl FUSS wird ab diesem zeitpunkt nur noch bei Ă€nderung der schrittgeschwindigkeit gegeben.


WINKEL rechts/links
richtungsĂ€nderung um 90 grad. keinen bogen laufen, sondern einen zackigen winkel, wie auf dem kasernenhof. anfangs mit kommando FUSS, spĂ€ter ohne. ALLE drehungen, wende oder winkel mit dem linken fuß beginnen.

 

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